Messungen

Am Beispiel des VIFA XT 200, der in der Velodi eingestzt wird, führen wir Ihnen vor, wie ein Kugelwellenhorn wirkt, wie man es einsetzt und welche Vorteile daraus entstehen. Der XT 200 wird mit den TR 34-170 Horn eingesetzt (Seite noch im Aufbau).

Wirkung des Horns
Durch die Wirkung des Horns verhält sich ein Hochtöner so, als hätte er eine wesentlich größere Membran bei ansonsten weitgehend unveränderten Parametern. Diese größere Membran hätte einen entsprechend höheren Strahlungswiderstand. Die Verstärkungswirkung des Horns beruht auf dem Unterschied zwischen den Strahlungswiderständen der tatsächlichen und der scheinbar vergößerten Membran. Dieser Unterschied ist bei niedrigen Frequenzen größer als bei höheren. Daher ist auch die Verstärkung im unteren Bereich am größten.

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Man sieht, daß bei 1kHz das Maximum liegt und danach ein Abfall mit etwa 6dB pro Oktave einsetzt. Diesen Abfall gleicht man durch einen Kondensator aus, den man ohnehin in der Frequenzweiche verwenden müßte. Allerdings wählt man dazu einen kleineren Wert aus, als man es ohne Horn täte. Damit wird das Verhalten des Hochtöner wieder linear. Zugleich kann man durch den Wert des Kondensators den Pegel anpassen.

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Hier sind es die Werte 2,2 myF, 3,3 myF, 4,7 myF und 6,8 myF im Vergleich. So kann man mit nur einem Bauteil den Pegel des Hochtöners verändern ohne eine Widerstand zu verwenden. Zugleich wird das Signal zum Hochtöner durch den kleinen Wert des Kondensators sehr stark verringert, so daß der Hochtöner sehr viel weniger belastet wird, als mit einer üblichen Beschaltung ohne Horn. Durch diese Entlastung kann der Hochtöner bis hinunter zu seiner Resonanzfrequenz eingesetzt werden. Man sieht, daß mit dieser 6dB Weiche eine Trennfrequenz für den XT200 von unter 700Hz(!) theoretisch denkbar ist.

Einflüsse der Schallwand
Unter dem Einfluss der Schallwand verläuft der Frequenzgang eines Hochtöners deutlich weniger linear, als man es von den Herstellerangaben oder der Fachpresse kennt.

Ein VIFA XT 200, in einer 17 * 17 cm großen Schallwand auf einem Velodi-Gehäuse. Die Maße entsprechen den Abmessungen der Horns und vergleichbare Bedingungen zu haben.

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Unter verschieden Winkeln ergeben sich zum Teil gleichmäßigere Verläufe, jedoch keine "schönen" Frequenzgänge.

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Es bleibt immer ein welliger Verlauf, der mit Hilfe der Frequenzweiche korrigiert werden muß.

Im Vergleich dazu der Frequenzgang im Horn und einem 4,7 myF-Kondensator.

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Dieser Verlauf ist deutlich weniger wellig. Dies ist die Folge des kontrollierten Bündelungsverhaltens durch das weniger Beugungseffekte an den Kanten entstehen.